Konfirmationsjubiläum in Ittenbach am 11.10.2026
von Birgit Retzmann
10.10.2026
Von der Goldenen (50 Jahre), Diamantenen (60 Jahre), Eisernen (65 Jahre), Gnaden- (70 Jahre) und Eichenkonfirmation (80 Jahre) waren Jubelkonfirmation dabei. Die Jubilare kamen aus allen Gemeindeteilen, eine Jubilarin konnte leider nicht dabei sein.
Nach der Begrüßung von Pfarrer Klemp-Kindermann und dem Eingangspsalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ begann der Gottesdienst. Der Chor sang später den Psalm 23 auf Englisch (The Lord`s my Shepherd).
In der Predigt ging Pfarrer Klemp-Kindermann auf Worte des Apostels Paulus ein, in denen wir von Gerechtigkeit, Glaube, Friede, Gnade, Hoffnung, Liebe und Versöhnung hörten.
Worte, die durch das Bestehen in schweren Zeiten und langjähriger Glaubenserfahrung bestätigt werden können. Oder auch Worte, deren herzlicher Zuspruch vielleicht in manch dunkler Stunde vermisst wurde.
Einige der Jubilare erlebten als Kinder die Folgen von Krieg und Vertreibung, die der Menschenhass der Nationalsozialisten verursacht hatte.
Und andere erlebten später, wie Kriegstraumata viele Erwachsenen zu harten, gebrochenen oder verbitterten Menschen werden ließen.
Wie war das, als junger Mensch in den 50er, 60er, 70ern aufgewachsen zu sein, mit den Nöten und Abenteuern jener Tage?
Den äußeren Rahmen bildeten für alle die Bedingungen der Nachkriegsjahre, der Aufbau, die stete Hoffnung, es wird besser und daneben der Horizont von kaltem Krieg, Atomwaffen und Krisenlagen, die mal mehr und mal weniger besorgten… von Cuba-Krise über Mauerfall und 9 11 in New York zur Corona Pandemie…
Lebensbilder; bunte, manchmal graue, aber immer voller Leben…
Individuelle Wege auf der Suche nach etwas Glück, Liebe und Lebenssinn und in deren Erzählungen immer ein Funke göttlicher Gnade aufleuchtet, weil es um Menschen ging, die für andere oder mit anderen nach etwas Menschlichkeit strebten.
Gott legt uns seinen Frieden in die Hände… egal wie jung oder alt sie sind.
Sie können immer Gutes pflanzen und wachsen lassen.
Nach der Predigt sang der Chor dann „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von J.S. Bach.
Danach wurden die Jubilare gesegnet und erhielten Urkunden zur Erinnerung an ihren besonderen Tag.
Nach dem Abendmahl und den Fürbitten zogen die Jubilare wieder mit musikalischer Begleitung und Glockengeläut aus der Kirche aus.
Wir wünschen allen Jubilaren, dass ihre Erinnerungen heute zeigen, wie gesegnet Sie sind.
„…denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen.“
Im darauffolgenden Kirchencafe` mit einem Sektempfang, Kaffee, Tee und Kuchen ist das Jubiläum mit reger Teilnahme und netten Gesprächen dann zu Ende gegangen.
Ulrike Hüllen
