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Konfi-Camp im Haus Venusberg Bonn

von Birgit Retzmann

23.10.2026

Gruppenerlebnisse, lange Nächte und spannende Ermittlungen


Beim diesjährigen Konfi-Camp verbrachten 30 Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam mit sechs Teamerinnen und Teamern sowie dem Leitungsteam vier abwechslungsreiche Tage. Im Mittelpunkt der Freizeit standen die Sakramente Taufe und Abendmahl.

Was bedeutet es eigentlich, getauft zu sein? Welche Bedeutung hat die Taufe für den eigenen Glauben? Was ist mir heilig? Und warum feiern Christinnen und Christen bis heute gemeinsam das Abendmahl? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Jugendlichen in verschiedenen thematischen Einheiten.

Dabei ging es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern vor allem darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, eigene Gedanken zu entwickeln und den christlichen Glauben aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, ihre Fragen einzubringen und sich mit der Bedeutung von Taufe und Abendmahl für das eigene Leben auseinanderzusetzen.

Den Höhepunkt bildete das gemeinsame Feiern des Abendmahls. Nachdem sich die Jugendlichen intensiv mit seiner Bedeutung auseinandergesetzt hatten, konnten sie das Abendmahl gemeinsam erleben.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Freizeit war die Suche nach dem persönlichen Konfirmationsspruch. Die Konfis beschäftigten sich mit verschiedenen Bibelversen und wählten schließlich einen Spruch aus, der sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten soll. Anschließend wurden die ausgewählten Verse auf kleinen Leinwänden künstlerisch gestaltet. So entstanden ganz persönliche Erinnerungsstücke, die weit über die Freizeit hinaus Bedeutung behalten werden.

Neben den thematischen Einheiten sorgte ein besonderes Gruppenspiel während der gesamten Freizeit für Spannung. Ganz im Stil eines Kriminalfalls à la Miss Marple begaben sich die Jugendlichen auf die Suche nach geheimnisvollen Mördern. Doch wer dachte, dass es dabei ausschließlich um Spürsinn und kriminalistisches Geschick ging, lag falsch! Der eigentliche Schlüssel zur Lösung des Falls waren nämlich gute Taten. Wer beispielsweise anderen Konfis half, jemanden in die Gruppe integrierte oder sich besonders für die Gemeinschaft einsetzte, konnte neue Hinweise freischalten. So kamen die Jugendlichen den Mördern Schritt für Schritt auf die Spur.

Auf spielerische Weise verband das Krimispiel Spannung und Spaß mit einem wichtigen Gedanken: Eine gute Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen aufeinander achten, sich gegenseitig unterstützen und niemanden ausschließen. Gleichzeitig bot das Spiel viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte innerhalb der Konfi-Gruppe zu knüpfen.

Natürlich durfte auch das abwechslungsreiche Freizeitprogramm nicht fehlen! Ob bei gemeinsamen Spielen, beim Singen oder bei den zahlreichen Kreativangeboten: Langeweile hatte auf dem Konfi-Camp keine Chance.

Besonders beliebt waren Kreativangebote wie das Bearbeiten von Speckstein, das Bemalen von T-Shirts und das sogenannte „Dazzeln“. Bei diesem Kreativangebot konnten die Jugendlichen Gegenstände mit Glitzer und Schmucksteinen individuell verzieren. Mit viel Fantasie, Geduld und Begeisterung entstanden dabei zahlreiche kleine Kunstwerke.

Auch abseits des offiziellen Programms war einiges los. Es wurde gemeinsam gelacht, getobt, gespielt und bis spät in die Nacht geredet. Dass die Nächte dabei manchmal deutlich kürzer ausfielen als ursprünglich geplant, dürfte niemanden überrascht haben.