Barockcello-Klänge begeisterten die Zuhörer in Oberpleis
von Birgit Retzmann
14.09.2026
Der Cellist Ludwig Frankmar, geboren 1960, stammt aus einer schwedischen Musikerfamilie und lebt seit langem in Berlin. Dort ist er als Musiker hauptberuflich tätig und musiziert unter anderem auch in einer evangelischen Kirchengemeinde.
Er trug an diesem Abend auf seinem 5-saitigen Barockcello aus dem 18. Jahrhundert die Cellosuiten 1 bis 3 von J.S. Bach vor.
Die Besonderheit dieser Musik ist, dass sie einstimmig, nur für Cello, ohne Begleitung, geschrieben wurde – „einstimmige Musik von einem Meister der Mehrstimmigkeit“!
Ludwig Frankmars Darbietung wurde von ihm selbst eingeleitet durch eine kleine Einführung in die Historie und Entstehung dieser Musik.
Sein Spiel war intensiv und zog das Publikum regelrecht in seinen Bann. Er spielte mehr als eine Stunde lang hochkonzentriert und auswendig.
Die zum Teil sehr fachkundigen Zuhörer hatten nach dem Konzert noch Gelegenheit zum Austausch mit dem Künstler.
Dank der großen Spendenbereitschaft – der Eintritt war frei – konnte die Gage aus den Spenden beglichen werden.
Es wäre wunderbar, wenn solche besonderen Konzerte in regelmäßigen Abständen angeboten werden könnten.
Text: Sonja Jahn, Fotos: Stefan Jahn
