Gemeindefest und 65 Jahre Friedenskirche – ein bunter Tag trotz grauen Wetters

von Birgit Retzmann

20.09.2026

Ein Leib und viele Glieder – in diesem Sinne feierten wir mit ganz viel Gemeinschaft ein wunderbares Fest in Aegidienberg!


Ein festlicher, bunter und gelungener Tag war es. Auch wenn der Himmel uns viele Regentropfen bescherte – die Stimmung in der Friedenskirche und um sie herum ließ sich davon nicht trüben und es wurde ganz viel Gemeinschaft gefeiert!

Schon der Auftakt im Gottesdienst um 10.30 Uhr war stimmungsvoll, denn der Chor begeisterte unter Leitung von Dr. Friedhelm Loesti mit „A clare benediction“.

Pfarrer Klemp-Kindermann hielt das Eingangsvotum vor der nahezu voll besetzten Kirche und blickte in gut gelaunte und erwartungsvolle Gesichter.

Pfarrerin Krüger und Pfarrer Leckner hatten sich zu „Ein Leib und viele Glieder“ ihre Gedanken gemacht und bezogen die Gemeinde in die Auslegung des Textes aus dem 1. Korinther Brief des Paulus mit ein:  Bei der Mitmach-Aktion konnten alle ihre Gedanken dazu einbringen, welche Glieder wie dem Leib von nutze sind, sei es im organischen wie auch im übertragenen Sinne: Von Füßen die Stand geben, über Beine die uns tragen, über helfende Hände oder Arme die halten, hin zu Augen die prüfend oder liebevoll blicken, bis hin zu liebenden Herzen war alles dabei. In den Betrachtungen wurde spürbar, wie unverzichtbar und wertvoll jedes unserer Glieder für uns selbst, und im christlichen Sinne auch jeder Einzelne für den Glauben und die Gemeinde, ist.

Unter Leitung von Renate Struensee sang der Chor „Jubilate everybody“ und gemeinsam stimmten die Gottesdienstbesucher in „Unser Leben sei ein Fest“ passend zum Anlass des Tages und in „Gott gab uns Atem“ passend zum Predigttext und der Mitmachaktion ein.

Pfarrer Leckner segnete die Gemeinde am Ende des Gottesdienstes und übergab das Wort an die Superintendentin unseres Kirchenkreises, Pfarrerin Almut van Niekerk. Diese formulierte zum 65. Geburtstag der Friedenskirche einige überzeugende Gedanken zu Namensgebung und Frieden, nutzte aber ihr Grußwort auch zu einigen offenen Worten zur traurigen, aber leider nötigen, Entwidmung und Abgabe des Gemeindehauses Birlinghoven. Hierbei dankte sie dem Presbyterium für den Mut, sich solchen schwierigen und einschneidenden Entscheidungen zu stellen.

Weitere Grußworte hielten Holger Heuser, der erste Beigeordnete der Stadt Bad Honnef, der unter anderem hervorhob, dass Gemeinschaft der Boden ist, auf dem Frieden wachsen kann; sowie die Vorsitzende des Ortsauschusses Aegidienberg, Laura Buttgereit, die Interessantes aus der Geschichte der Friedenskirche aus eigener Erinnerung ergänzen konnte.

Mittlerweile war das Wetter leider in einen leichten Dauerregen übergegangen, trotzdem verwandelte sich das Gelände um die Kirche im Anschluss in einen lebendigen Treffpunkt voller Lachen und Begegnungen. Die Kinder ließen sich unter einem großen Zelt beim Kinderschminken in farbenfrohe Wesen verwandeln und mit Glitzer-Tattoos verschönern, oder sie wurden dort an den Basteltischen kreativ. Nur die Hüpfburg hatte wegen des Regens leider „geschlossen“, einen ganz herzlichen Dank trotzdem an die Rhenag für die kostenfreie Ausleihe.

Ein absolutes Highlight für Jung und Alt war die mitreißende Jonglage-Show von Joram Seewi! Ganz Profi, wie wir ihn seit Jahren kennen, verlegte Herr Seewi sein Programm kurzerhand in den Gemeindesaal, damit das Publikum es trocken und gemütlich hatte. Gerne nahm er dafür das Handicap der niedrigen Deckenhöhe in Kauf. Mit staunenden Augen verfolgten Groß und Klein seine Kunststücke und wurden teilweise sogar mit in die Darbietung eingebunden. Im anschließenden Jonglage-Workshop konnten Freiwillige unter seiner fachkundigen und geduldigen Anleitung selbst ihre Geschicklichkeit erprobten.

Wer es etwas gemütlicher angehen wollte, ließ sich in der Rikscha von „Radeln ohne Alter“ zu einer entspannten Rundfahrt einladen oder stöberte an den Ständen mit Büchern und bezaubernden, handgefertigten Häkeltieren des KreativKreises Oberpleis. Reges Interesse gab es auch am Infostand über die Geschichte und Bedeutung unserer Friedenskirche.

Auch kulinarisch blieb kein Wunsch offen: Selbstgebackener Kuchen und wunderbare Torten sowie vielfältige Salate und Vorspeisen standen auf dem Mitbring-Buffet und die Männerkochgruppe Aegidienberg zauberte am Grill leckere Würstchen und Grillkäse. Bier, Softdrinks, Kaffee und leckere alkoholfreie Cocktails (von den Teamern gemixed) rundeten das Angebot ab – für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt.

Auch wenn das Wetter wenig spätsommerlich war, gab es reichlich Gelegenheit für gemütliche Plausche unter Regenschirmen und Pavillons auf dem Außengelände und drinnen im Gemeindesaal.

Am Ende eines Tages, der noch lange in Erinnerung bleiben wird, ließen wir kunterbunte Luftballons mit dem Friedenskirchen-Logo gen Himmel steigen – als Bild voller Hoffnung und Freude. Diese bunten Flugobjekte gehören zu unserem Ballonkarten-Wettbewerb. und wir sind schon ganz gespannt, welcher Ballon die weiteste Reise zurücklegt und den Preis gewinnt.

 

Ein riesiges Dankeschön an alle Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz, an alle helfenden Hände, an alle Köchinnen und Köche, Kuchenbäcker/-innen, Musiker/-innen, die Chöre und an alle Gäste, die diesen Tag mit Leben, Lachen und Gemeinschaft gefüllt haben.

Text: Birgit Retzmann
Fotos: Mike Krüger, Ute Krüger, Kai Zielke, Birgit Retzmann