„Schürzenalarm“ in Aegidienberg

von Birgit Retzmann

03.07.2025

Dieses Mal drehte sich im Ökumenischen Frauenfrühstück Aegidienberg alles um die SCHÜRZE“.


Bereits in verschiedenen Bibeltexten wird die Schürze erwähnt, in der Luther-Übersetzung als „Schurz“ bezeichnet. Somit ist die Schürze das älteste Kleidungsstück der Welt. Im ersten Buch Mose 3, 7 im Alten Testament heißt es: „Da wurde ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.“ Zu allen Zeiten sind wohl Schürzen getragen worden. Es gab und gibt die unterschiedlichsten Macharten und Ausführungen mit verschiedensten Verzierungen. Überall bekannt ist die Dirndl-Schürze, die in verschiedenen Variationen hergestellt werden.
Bereits im Mittelalter spielten die Schürzen eine wichtige Rolle und waren Ausdruck des Handwerks oder der Region der Trägerin. Die Einfachheit spiegelte den Lebensstil und die Bedürfnisse der Menschen wider, die körperlich schwer arbeiteten  und dafür praktische Kleidung benötigten. Bereits zu jener Zeit trugen auch die Männer Schürzen. Männer zogen ihre Arbeitsschürzen nach Feierabend aus, nur die kleinen Jungen trugen bis zum zweiten Weltkrieg rund um die Uhr ihre Kinderschürzen. Nach dem Krieg gingen auch die Mädchen noch mit Schürzen in die Schule.
Den Frühstücksfrauen wurden die verschiedensten Arten von Schürzen vorgestellt wie die Kittelschürze, das Hauskleid oder Schürzenkleid, die verschiedensten Schürzen in den Handwerksberufen und medizinischen Berufen sowie im Servicebereich und, und, und.
So kann man sagen: Die Schürze ist ein Kleidungsstück, das zum Schutz der Kleidung getragen wird. Schürzen werden häufig in der Gastronomie, in medizinischen Berufen und in der Handwerksindustrie  eingesetzt. Sie dienen zum  Schutz vor Verschmutzungen, Flecken und eventuellen Verletzungen. Arbeitsschürzen sind in verschiedenen Materialien erhältlich, wie z.B. Baumwolle, Polyester oder Leder. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Arten von Schürzen, wie z.B. Kochschürzen, Labor-Schürzen oder Schweißer-Schürzen.

Zum Schluss stellte sich die Frage: Und wie sieht die Zukunft? Es steht fest, dass die Schürze mehr als nur ein Stück Stoff ist, das dem Kleiderschutz dient. Für die jüngere Generation ist sie nicht mehr so präsent, wie sie einmal war. Ob sie ein Comeback erlebt, muss man abwarten. Unwahrscheinlich ist aber sicherlich, dass sie in der Modewelt zum Hit wird. Aber genauso unwahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zukunft überflüssig wird.

Es wurde ein interessanter und vergnüglicher Vormittag in Aegidienberg, zumal zahlreiche unterschiedliche Schürzen präsentiert wurden. Hochinteressant war wohl die in der Schule selbst gefertigte Schürze einer Großmutter, gerahmt, aus dem Jahr 1909. Und ebenfalls in der Schule gefertigt zeigte sich eine wunderschöne gelbe Schürze. Die Erinnerungen bildeten den würdigen Abschluss.

Text: Anne Bialkowski, Fotos: Inge Domay