Wo Liebe war, ist Leben sinnvoll gewesen – Totengedenken in der Gemeinde

von Kai Zielke

26.11.2025

An zwei Sonntagen wurde den Verstorbenen unserer Kirchengemeinde des vergangenen Kirchenjahres gedacht. Lichter leuchten und tragen den Namen in ihrem Glanz weiter.


„Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass unsere Herzen weise werden…“ In Birlinghoven und Stieldorf standen die Gottesdienste am Ende des Kirchenjahres unter der Frage, wie gehen wir achtsam und liebevoll mit der Lebenszeit um, die uns geschenkt ist?  Keine schnellen und einfachen Antworten, dafür Fragen, die die Gottesdienstbesucher für sich selbst weiterdenken konnten: Was erfüllt mich wirklich? Was bringt mich meinen Mitmenschen und Gott näher und was trennt mich von ihnen? Was lässt mich hoffen, wenn ich mit den Grenzen unseres Lebens und immer wieder mit Verlust und Abschied konfrontiert werde?

Spürbar wurde: Gemeinschaft mit anderen, die ebenfalls suchen und fragen, kann Halt geben. Zum Beispiel während wir Abendmahl feierten mit den Kerzen für die Verstorbenen in unserer Mitte und ihren Namen noch in Ohren und Herzen.

Die Konfis zündeten behutsam und ruhig die Gedenk-Kerzen an der Osterkerze an und in den sanften, ruhigen Klängen der musikalischen Begleitung durch Friedhelm Loesti und den Seven Hills Singers bekamen  beide Gottesdienste einen tröstlichen Rahmen.

Text u. Fotos Birlinghoven & Stieldorf: Ute Krüger

 

Am Volkstrauertag wurde in den Gemeindebereichen Aegidienberg und Oberpleis der verstorbenen Gemeindegliedern gedacht.

In der Aegidienberger Friedenskirche feierte Pfarrer Lecker den Gottesdienst. In seiner Predigt endete er mit den Worten aus dem Römerbrief 14: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn; darum wir leben oder sterben, wir sind des Herrn.“

In der Oberpleiser Bartning (Not-) Kirche leiteten mit Pfarrer Klemp-Kindermann leiteten die beiden Presbyterinnen Ulrike Hüllen und Sonja Jahn zusammen den Gottesdienst. Der Gemeindechor Ittenbach / Oberpleis, unter Leitung von Renate Struensee, unterstützte mit zwei gefühlvollen Liedern den musikerfüllten Gottesdienst. „Wo Liebe war, ist Leben sinnvoll gewesen“. Worte die Pfarrer Klemp-Kindermann in seiner Predigt mit Leben füllte. Vor den Fürbitten wurden dann die Kerzen für jede(n) Verstorbene(n) entzündet und Ihre Namen verlesen.

Am Ewigkeitssonntag wurde dann im Gemeindebereich Ittenbach den Verstorbenen gedacht. In der Auferstehungskirche leitete Pfarrerin im Ruhestand Hitzel des Gottesdienst, begleitet durch den Gemeindechor Ittenbach / Oberpleis unter Leitung von Renate Struensee. Viel Musik und eine eindringliche Predigt vom Pfarrerin Hirtzel bevor dann an die Verstorbenen des gemeindebereiches Ittenbach gedacht wurde. Die Kerzen für Sie zündeten zwei Konfirmandinnen an.

Beim anschließenden Kirchencafé im Gemeindehaus wurde bei leckerem Kuchen noch viel miteinander geredet.

Fotos: Aegidienberg: Domay, Oberpleis und Ittenbach: Zielke / Text Aegidienberg, Ittenbach und Oberpleis: Kai Zielke